Tasmanien – Klein Neuseeland

Nach einem nur einstündigen Flug nach Tasmanien (mit der Fähre würde man 9,5h fahren) bin ich nun in Tasmanien angekommen. In diesem vom Festland abgeschnittenen Teil von Australien will ich nun zu einer 13 tägigen Rundreise aufbrechen. Ich bin immer noch mit dem Niederländer Eric unterwegs. Wir fahren mit 3 weiteren Backpackern in einem Allradauto mit. Offensichtlich benötigt man dieses aufgrund vieler schlechter Straßen in den Nationalparks. Unseren ersten Tag haben wir am Cataract Gorge Reserve in Launceston verbracht. Ein perfekter Tag zum Schwimmen. Hier hat man die Wahl im See oder Swimmingpool zu schwimmen. Natürlich habe ich beides ausprobiert. Nach meinen 8 Tagen Camping in Neuseeland folgt nun Camping Reise 2. Das entsprechende Camping Equipment kann man hier für die kurze Zeit günstig im Kmart erstehen. So haben wir am ersten Abend strandnah an der Bay of Fire gecampt. Diese Bucht ist ein beliebtes Backpacker Ziel und trägt ihren Namen aufgrund der Färbung der Steine. Einer der schönsten Strände der Welt ruft! Wir fahren zur Wineglass Bay im Freycinet Nationalpark. Insgesamt sind wir hier 5h durch Strand und Dschungel gewandert. Auf dem Weg zum nächsten Campingplatz haben wir außerdem der Honeymoon Bay einen Besuch abgestattet. Beide Strände haben mich stark an die Strände der Nordinsel von Neuseeland erinnert. Um die Nationalparks hier zu betreten, muss man übrigens einen Nationalpark Pass kaufen. Dieser kostet 60 Dollar und gilt für ein Auto. Anschließend ging es nach Port Arthur. Dieser Ort beheimatet ein ehemaliges Gefängnis. Außerdem sollen hier besonders häufig die tasmanischen Teufel vorkommen. Schön anzusehen ist auch das Tesselated Pavement am Eagle Hawk Neck. Dies sieht aus wie ein natürlich geformtes Schachbrett. Weiße Wallabies! Die kleinen Kängurus soll es auf Bruny Island im Süden der Insel in weiß geben. Aus diesem Grund haben wir am nächsten Tag die Fähre genommen, um die kleine Insel zu erkunden. Gecampt haben wir auf dem Kamm der die Insel in zwei Abschnitte trennt. Nach diesem Kurztrip ging es schließlich in die tasmanische Hauptstadt Hobart. Erstes Ziel war es den Mount Wellington zu erklimmen. Dies kann man entweder über eine 3h Wanderung oder eine 20 minütige Autofahrt auf die Spitze schaffen. Wir sind natürlich ge……fahren. Leider war die Sicht aufgrund des Wetters stark eingeschränkt. Weiterhin haben wir den Salamanca Market besucht. Auf diesem konnte ich eine schöne Guinness Cap gegen die starke australische Sonne kaufen. Weiterhin sind wir durch die Stadt geschlendert und haben das alternative Kunstmuseum Mona besucht. Die Werke haben eine große Kontroverse hervorgerufen. Teilweise waren sie genial, aber teilweise auch sehr verstörend. Aufbruch in den Westen! Wir fahren in den Franklin Rivers Nationalpark. Leider war es sehr regnerisch. Wenn es mal nicht geregnet hat, konnte ich ein paar schöne Fotos der Umgebung machen. Am nächsten Tag haben Eric und ich uns von der Gruppe getrennt um eher und länger am Cradle Mountain seien zu können. Hier gibt es besonders viele Möglichkeiten die Natur zu erkunden. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden zu trampen. Dies stellte sich bei geringer Bevölkerungsdichte und starkem Regen als schwierig dar. Glücklicherweise haben uns zwei Rumänen, die auf dem Weg zum Angeln waren, in ihrem robust ausgestatteten Van mitgenommen. Am Abend haben wir dann noch eine größere Wanderung gemacht und prompt Wombats gesehen. In der Nacht sind die Temperaturen auf unter 0 gesunken, sodass wir wach geworden sind und in der Campingplatz Küche geschlafen haben. Obwohl die Voraussetzungen für eine 6 bis 8 stündige Wanderung auf die Spitze des Cradle Mountain somit nicht gut waren haben wir uns trotzdem entschieden die Wanderung zu machen. Eine wunderschöne Landschaft. Das Erfolgserlebnis auf der Spitze angekommen zu sein war einfach außergewöhnlich, da man bspw. teilweise glatte große Steine hoch klettern muss. Es hat sich gelohnt! Anschließend haben wir den Tipp bekommen, dass eine ältere Dame zwei Woofer (Arbeit gegen Unterkunft) sucht. Aus diesem Grund sind wir mit zwei Niederländern zu Ihr in die kleine Stadt namens Sheffield getrampt. Am nächsten Tag wurde uns dann mitgeteilt was es zu tun gibt. Wir haben 4h gearbeitet. Wir haben bei ihrer Tochter eine Hofeinfahrt mit Kies ausgebessert und Holz gestapelt. (Die Arbeit von 4h pro Tag steht in keinem Verhältnis zu dem geringen Wert einer Übernachtung mit Essen). Unter diesen Bedingungen würde ich nicht wieder woofen. Am Nachmittag haben wir uns noch Devonport angeguckt. Dies ist eine kleine Hafenstadt im Norden Tasmaniens, die Ausgangspunkt für die Fahrt Überfahrten zum Haupt-Land ist. Strandnah haben hier zwei Männer Cricket gespielt. Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen es auch mal zu versuchen. Es ist ein bisschen wie Baseball mit dem Unterschied, dass der Ball vor dem Abschlag meistens den Boden berührt. Am nächsten Morgen sind wir nach Launceston zurück gefahren. Dies ist die zweitgrößte Stadt Tasmanies. Hier haben wir uns noch einmal die Stadt angeguckt bevor am Freitag unsere Flüge gehen. Während Eric zurück nach Melbourne fliegt, fliege ich nun weiter nach Sydney. Abonniert meinen Newsletter, um weiterhin auf dem Laufenden über meine weiteren Abenteuer in Australien zu bleiben. 🛫✈️