Indonesien & Malaysia – Erste Schritte in Asien

Bali

Irgendwie habe ich mich von den positiven Stimmen in Australien im Bezug auf Bali beeinflussen lassen. So stand Bali als mein nächstes Ziel fest. Auf dem Flug von Perth habe ich Mike aus Neuseeland kennengelernt. Er ist mit einer Indonesierin verheiratet und konnte mir viele hilfreiche Tipps geben. Er hat einen Fahrer auf Bali, welcher mich auch zu meiner ersten Unterkunft nach Canggu bringen konnte. Diese war sehr preiswert. Dementsprechend meinte der Fahrer Chandra nur “In dieser Gegend sollte man als Tourist nicht wohnen” 😅. Am nächsten Tag habe ich Chandra dann für umgerechnet 30 € für den Tag als Fahrer gebucht. Auf der Tagestour habe ich den imposanten Tanah Lot Tempel (mein Favorit auf Bali), die Reisfelder von Jatiluwih, den Bratan Tempel, den Nungnung Wasserfall und den Monkey Forest in Sangeh gesehen. Leider wurde ich in dem Affen Wald von einem Affen angepinkelt.🙄 Auf der Fahrt hat mir Chandra viel über Land und Leute erzählt. Hier ein paar interessante Inhalte:
  • Orang Uthan heißt Wald-Mensch
  • Hunde werden größtenteils als Wachhund gehalten. Tagsüber laufen Sie einfach durch die Straßen. Sie werden häufig auch nicht vom Eigentümer gefüttert, sondern holen sich Abfälle von bspw. Restaurants
  • Den Führerschein erhält man bei der Polizei auch ohne Fahrstunden. Je mehr man bezahlt desto weniger Theorie muss man erlernen.
  • Das günstigste Essen erhält man bei lokalen Imbissen so genannten Warungs. Hier habe ich für 3 mal Essen am Tag nur 3 Euro bezahlt.
  • Normalerweise isst man in Indonesien 3 mal das Gleiche am Tag, da dies günstiger und effizienter als einmaliges Kochen ist. Nur reiche Leute versuchen zu variieren und eignen sich westliche Standards an
In Ubud, einer kleinen Stadt im Zentrum von Bali, habe ich mich dann mit zwei Schweden aus Stockholm, die ich bereits aus Australien kannte, getroffen. Vor Ort sind wir durch die Stadt gezogen und haben den Affen Wald im Herzen der Stadt besucht. Grundsätzlich ist dieser teurer und viel überlaufener als der andere Monkey Forest in Sangeh. Zusamnen haben wir uns dann einen Fahrer gebucht für 4h, um die Reisfelder in Tegalallalang, einen weiteren Tempel (Namen bereits vergessen 🤔) und eine Kaffee Luwang Plantage zu besuchen. Bei letzt genannter kann man den Luwak Kaffee probieren. Dieser ist der teuerste Kaffee der Welt. Hergestellt wird er aus den Ausscheidungen des Fleckenmusangs, welcher Kaffee Bohnen isst. Für eine Tasse zahlt man nur 3 Euro und bekommt verschiedene Kaffee- und Teesorten gratis zur Verkostung serviert. Natürlich wird nachher versucht ganze Pakete von den jeweiligen Sorten am Ausgang an alle Besucher zu verkaufen. Für den nächsten Tag habe ich mit dem einen Schweden zusammen eine Wanderung auf den Mount Batur gebucht. Bei dieser musste man um 2 Uhr nachts aufstehen, um anschließend in einer Schar von Touristen 2h den Vulkan zur Betrachtung den Sonnenaufgangs hoch zu wandern. Die Aussicht war natürlich atemberaubend. Dennoch war mir das Ganze zu stark besucht. Am Abend bin ich noch mit anderen Backpackern aus dem Hostel was Essen gegangen. Es ging zum Mexikaner 😂Irgendwann kann man keinen Reis mehr essen. Auf dem Weg haben wir eine günstige Bali Massage für nur 70.000 IDR bzw. 5 € pro h gesehen. Nachdem man in den Keller der “Praxis” gegangen ist, ging es auch schon los. Als man sich nachher umdrehen musste, ist mir erst aufgefallen, dass der körperlich eher zarte Schwede von einer ca. 10 Jährigen massiert wurde. Kinderarbeit sieht man hier leider an viel zu vielen Stellen. Teilweise fahren auch 10 Jährige Roller. Unabhängig davon fand ich Ubud insgesamt nicht besonders ansprechend. Weiter ging es zurück nach Canggu. Hier gibt es nicht viel zu tun. Der Strand ist leider auch nicht sehr attraktiv. Am Abend wurden mir im Hostel noch ein paar Yoga Übungen gezeigt. 💆Am nächsten Tag wollte ich weiter. Ziel war Nusa Dua. Einen Zwischenstop habe ich nur am Uluwatu Tempel eingelegt. Dieser ist besonders beliebt und liegt an einer Klippe. Neben größeren Tankstellen gibt es auch kleinere Stationen wie auf dem Bild zu sehen ist. 😁 Und auch deutsches Bier gibt es hin und wieder. In Nusa Dua angekommen war ich erst erschreckt vom äußeren Erscheinungsbild meines Hostels. Drinnen angekommen waren die Mitarbeiter jedoch so herzlich, dass dieser Eindruck schnell verflogen ist. Für umgerechnet 40 Euro habe ich am nächsten Tag all die Wasser Aktivitäten gemacht, die in Europa viel zu teuer sind. So bin ich Jetski gefahren, habe Parasailing ausprobiert, bin mit dem Flying Fish (eine Art Luftmatratze, die sich durch die Geschwindigkeit des Boots in die Luft erhebt) geflogen und konnte zusätzlich noch auf Turtle Island mit einem Glasboden-Boot fahren. Leider war diese Insel ein purer Reinfall. Die Schildkröten waren in einen Käfig am Strand im Meer eingesperrt, Vögel wurden für Fotos an Stangen fixiert und ein Affe hatte für Fotos eine Kette um den Hals. Im Gegensatz zu den ganzen indischen Touristen habe ich natürlich keine Fotos mit den Tieren gemacht, die einem einfach nur leid tun können.

Gili Islands

Weiter ging es auf die Gili Inseln oder besser gesagt primär auf Gili Trawangan. Hier bin ich in einem Taucher Hostel untergekommen, um am nächsten Morgen tauchen zu gehen. Unter den Anbietern herrscht eine Preisabsprache. Somit kostet ein Tauchgang bei allen Anbietern ca. 30 Euro. Zu sehen gab es leider wieder nur Schildkröten und verschiedene kleinere Fische. Gili Trawangan gilt als Partyinsel. Dementsprechend ging es am Abend mit zwei Kanadiern auf einen Pub Crawl. Die Insel hat jedoch mehr zu bieten. So kann man auf der anderen Seite der Insel wunderschöne Strände finden.

Lombok

Weiterhin wollte ich noch eine Vulkan Wanderung in Indonesien machen. Somit ging es auf die Nachbarinsel Lombok. Auf dieser konnte ich für umgerechnet 110 Euro für 3 Tage eine 23 stündige Wanderung auf den Mount Rinjani machen.Tag 1: Basis Camp auf 2000 m Höhe.Tag 2: Besteigung der Spitze auf 3726 m + Wanderung zum Vulkansee inkl. heißen Quellen + Wiederaufstieg zum Basis CampTag 3: Abstieg vom Basis Camp zum AbholortLeider ist mir das Essen auf dem Berg überhaupt nicht bekommen, sodass ich mich in der Nacht mehrfach übergeben musste, was leider an Tag 3 bei dem Abstieg in der Magengegend spürbar war. Abgeholt wurden wir von einem Truck. Bei diesem konnte man einfach auf der Ladenfläche mitfahren. Insgesamt war das bisher die anstrengeste Wanderung, die ich auf meiner Reise gemacht habe. Um zurück nach Bali zu kommen bin ich noch einmal auf die Gili Islands gefahren. Dort war ich mit einem Libanesen auf einem Zimmer. Er hat mir viel über die Situation in seinem Land damals und heute erzählt. Unter anderem hat er mir erzählt, dass Israelis nicht in den Libanon einreisen dürfen. Laut ihm würden diese vermutlich getötet werden bei Einreise. Am nächsten Morgen habe ich dann durch Zufall einen Israeli aus Jerusalem kennengelernt. Dieser wohnt jedoch zur Zeit in Frankreich. Interessant wurde es dann als beide aufeinander trafen. Zwei Menschen aus Nachbarländern, die sich niemals in ihren Ländern besuchen könnten. Mit beiden zusammen bin ich dann Schnorcheln an den Shark Point gegangen. Leider konnte ich kein Foto mit beiden gemeinsam machen, da der Libanese Angst hatte als Spion eingestuft zu werden. Die Gespräche zwischen den beiden waren höchst interessant für mich. Beide konnten sich gegenseitig mit Inhalten überraschen, die dem Gegenüber nicht unbedingt bewusst waren. Beide haben mich auf einen Besuch eingeladen. Jedoch werde ich einen neuen Reisepass benötigen nachdem ich einen von beiden besucht habe.

Sumatra

Zunächst ging es zurück nach Bali in das House of D16, da die Flüge nach Sumatra anfangs sehr teuer waren, habe ich hier noch 2 Nächte verbracht. Neben der Planung weiterer Destinationen, konnte ich außerdem Spotify Premium mit einem Indonesier für umgerechnet 36 € im Jahr buchen. Hier ist einfach alles viel günstiger. Nun ging es jedoch mit Zwischenstopp in Jakarta nach Medan auf Sumatra. Die Stadt an sich ist nicht besonders touristisch. So wird man als weißer 2 m Mann schon sehr angestarrt. Am nächsten Tag bin ich direkt nach Bukit Lawang. Von hier aus kann man in den Dschungel von Sumatra, die teilweise endemische Flora und Fauna zu erkunden. Dies ging besonders gut, da ich auf meiner 2 tägigen Tour einen besonders kundigen Guide namens Firman hatte. Dieser ist hier aufgewachsen und konnte fast zu jeder Pflanze etwas sagen. Natürlich konnten wir auch Orang Uthans sehen. Andere Affen waren Pigtail Monkeys, Siamangs, Makaken und die nur auf Sumatra lebenden Thomas Leaf Monkeys gesehen. Außerdem habe ich eine grüne Viper, Varane und verschiedene interessante Insekten gesehen. Nach einer Übernachtung in Wellblech Hütten im Dschungel ging es am nächsten Morgen mit aufgeblasenen Ringen entlang des Flusses. Insgesamt sind wir über 30 Minuten geraftet. Dies war deutlich angenehmer als die Wanderung am Vortag. Bei dieser hat man durch die hohe Luftfeuchtigkeit so stark geschwitzt. Außerdem bin ich vor Ort in eine Fledermaus Höhle. Diese war jedoch nicht allzu spektakulär. Der Sumatra Tiger und das Sumatra Nashorn sind so selten, dass diese eigentlich nie gesehen werden. Den asiatischen Elefanten konnte ich jedoch im Norden in Takghahan bewundern. Hier werden ein paar Elefanten laut Aussage des Guides halb wild gehalten. Für mich sah es leider mehr nach Gefangenschaft aus. Nach Bukit Lawang wollte ich zu dem Lake Toba, welcher der größte Vulkan See der Erde ist. Hier konnte ich mir zusammen mit einem Niederländer und einem Kanadier einen Roller leihen, um über die Insel namens Samosi zu fahren. Die Insel ist wunderschön. Leider hatte ich einen Unfall mit dem Roller auf einer unebenen Straße. Die Bremse hatte blockiert und der hintere Reifen ist weggerutscht. Ich konnte mich jedoch noch abrollen, wodurch ich mit mehreren Schürfwunden an Armen, Beinen und meiner Schulter davon gekommen bin. Leider konnte ich durch die Wunden mein nächstes Tauchziel nicht bereisen. Die Insel Pulau Weh eignet sich perfekt zum Tauchen und bietet leider kaum Alternativen. Folglich habe ich mich spontan dazu entschieden nach Kuala Lumpur (Malaysia) zu fliegen. Gebucht habe ich am Flughafen 90 Minuten vor Abflug.

Malaysia – Kuala Lumpur

Für die Hauptstadt Malaysias habe ich mir 4 Tage Zeit genommen. Angekommen im Hostel Step-Inn Too haben mir die Mitarbeiter direkt aufgezeigt, was man so machen kann. So bin ich am nächsten Tag zu den Batu Caves gefahren, welche ein Geflecht aus mehreren Höhlen darstellen. In diesen ist sogar ein Hindu Tempel verborgen. In einer anderen Höhle vor Ort habe ich eine Tour gemacht. In dieser wenig beleuchteten Höhle konnte man teilweise absolute Dunkelheit erleben und wäre ohne Taschenlampe aufgeschmissen. Weiterhin habe ich mir den Hauptplatz der Stadt angeguckt. Hier sind viele alte Gebäude und Moscheen. Dies hat mich jedoch eher weniger interessiert. So bin ich zu einer Street Food Straße und zum Ramadan Markt. Die Stadt scheint auf den ersten Eindruck verhältnismäßig technologisiert und sauber im Vergleich zu Indonesien zu sein. Hier wirkt alles viel westlicher. Außerdem besuchte ich den exklusiven REGALIA Hotel Infinity Pool, den KL Tower, die abendliche Brunnenshow an den Petrona Towers, verschiedene Einkaufszentren, Street Food Märkte und den Eco Park (ein schöner Park /botanischer Garten). Für erstgenannten Pool benötigt man eine Fahrstuhl Karte. Aus diesem Grund habe ich einen Hotel Gast gefragt, ob er uns hochbringen kann. Insgesamt hat mir Kuala Lumpur ganz gut gefallen. Es geht weiter auf die Phillipinen nach Manila, wo aktuell leider die Regenzeit beginnt (Juni-November).