Australien Westküste – Letzte Wochen in Downunder

Perth & Rottnest Island

Mitten in der Nacht an einem neuen Ort anzukommen ist selten besonders schön. So war ich relativ glücklich mit einem Uber direkt zu meinem Hostel zu kommen. Dies ist hier immer günstiger als ein Taxi. Am nächsten Tag habe ich dann die Stadt erkundet. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man in der Stadt leicht und günstig von A nach B. Als besonders schön habe ich den Kings Park empfunden. Dieser wurde mir von einem Deutschen aus dem Touristen Info Center empfohlen. Dieser ist bereits 1967 hierhin ausgewandert. Weiterhin sehenswert waren der Kai, ein neu erbauter Platz und das 2017 eröffnete Optus Stadium. Am Abend habe ich gemeinsam mit einem Neuseeländer aus meinem Hostel eine kostenlose Hafenrundfahrt auf einem Party Boot gemacht. Man kann die Bootsfahrt jeden Freitag Abend machen. Am nächsten Morgen ging es dann nach Rottnest Island. Diese Insel ist einer meiner Beweggründe für die Reise an die Westküste. Nur hier kann man die Quokkas (kleine Kängurus) bewundern. Die 11 km lange Insel kann man bequem mit dem Rad durchqueren. Neben den Quokkas konnte auch der rosane See meine Aufmerksamkeit wecken. Die Färbung kommt vermutlich durch Bakterien in der Salzkruste zu Stande.

Roadtrip nach Exmouth

In den folgenden Tagen habe ich gemeinsam mit einem Brasilianer und zwei deutschen Mädels einen Roadtrip nach Exmouth unternommen. Der Brasilianer aus Sao Paulo lebt hier bereits seit 3 Jahren und hat ein eigenes Auto. Erster Stop unserer gemeinsamen Reise waren die sogenannten Pinnacles. Dies sind kleine Kalksteinsäulen in Mitten einer kargen Wüstenlandschaft. Anschließend ging es in den Kalbarri Nationalpark. Dieser hat mich aufgrund der vielen Schluchten ein bisschen an den Grand Canyon erinnert. An diesem Ort kann man auch durch eine Stein-Formation sehen, die wie ein naturgeschaffenes Fenster aussieht. Aufgrund der Hitze waren auch kurze Wanderungen besonders anstrengend. Delfine konnte man in Monkey Mia beobachten. Vor langer Zeit hat ein Anwohner die Delfine darauf konditioniert an den Strand zu kommen. Die Delfine werden jedoch nur einmal täglich gefüttert, damit auch das Junge lernt Fische zu fangen. Ähnlich wie auf Rottnest Island gab es auch weiter nördlich einen rosa farbenden See. Weiter ging es nach Coral Bay. Hier beginnt das Ningaloo Reef. Es wird als eines der schönsten Riffe der Welt bezeichnet. Da das Riff direkt an der Küste liegt kann man die Unterwasser Welt leicht mit Maske und Schnorchel erkunden. Leider war eine Manta Rochen Tour schon ausgebucht. So sind wir nach einem Strand- und Schnorcheltag in Coral Bay noch weiter nach Exmouth gefahren. Kurz vor der Stadt liegt der Cape Range Nationalpark. Riesige Schluchten, rote Erde und trockene Hitze würde ich mit diesem verbinden.

Coral Bay nach Perth (Rückweg)

Für diese Strecke benötigt man 12h. In dieser Zeit könnte man ganz Deutschland von Nord nach Süd durchqueren. Gefahren werden kann leider trotz monotoner Landschaft nur 110 kmh. Wichtig zu erwähnen ist auch das von Nacht-Fahrten aufgrund des starken Wildwechsels abgeraten wird. Dennoch fahren natürlich manche Australier trotzdem nachts mit entsprechendem Schutz an der Front. Wir hatten diesen leider nicht und sind somit auf Tageslicht angewiesen. So haben wir uns früh am Morgen auf den Rückweg gemacht. Ein Freund von dem Brasilianer ist vor einiger Zeit aus Perth in die Nähe von Geraldton gezogen. Bei diesem konnten wir unterkommen. Außerdem haben wir den Abend mit einem gemeinsamen BBQ ausklingen lassen. Das Haus war sehr schön und geräumig. Außerdem war die Familie typisch australische-gastfreundlich. Nach weiteren 4h Fahrt waren wir auch schon in Perth.

Letzte Tage in Perth

Für meine letzten Nächte in Perth musste ich mir kein Hostel nehmen. Der Brasilianer hat mir angeboten bei ihm im Gästezimmer zu schlafen. Er hat mit 3 anderen Brasilianern zusammen gewohnt. Am Abend bin ich spontan zum AFL (Australien Football) Spiel gegangen. Gespielt hat Freemantle gegen St. Kilda bzw. Perth gegen Melbourne. Die Regeln habe ich mir von einem Australier im Stadion erklären lassen. Dieser sah mit seinen ganzen Fan Artikeln so aus als würde er kein Spiel verpassen. Insgesamt hat mich das Spiel Konzept nicht angesprochen. Außerdem hat es auch fast 2,5h gebraucht bis das Spiel vorbei war. An meinen letzten Tag in Perth konnte ich noch das Abschiedsgrillen von meinem brasilianischen Freund besuchen. Dieser geht nach 3 Jahren in Perth zurück nach Sao Paulo. Da ich bereits bei ihm war kam ich mir etwas verlassen vor als zu Beginn ausschließlich portugiesisch gesprochen wurde. Es waren vermutlich um die 20 Brasilianer in der Wohnung. Dennoch war das spätere Grillen äußerst lecker. Im Gegensatz zu uns bekommt man hier nicht immer ein ganzes Stück Fleisch. Die Stücke werden immer zerschnitten und man bekommt immer nur Häppchen. Das Essen war lecker und besonders salzig. Zum Abschluss würde ich sagen, dass die Westküste deutlich untouristischer ist als die Ostküste. Teilweise fährt man über Stunden die Hauptstraße entlang ohne Häuser zu sehen. Nun bin ich in Indonesien und werde euch bald von meinen Erlebnissen hier berichten. Grüße aus Lombok.