Australien Ostküste – Die goldene Mitte

Byron Bay

In dieser Surfer Stadt, möglicherweise die beliebteste Surfer Stadt Australiens, musste ich nach meinem ersten Anlauf in Neuseeland wieder aufs Brett. Somit habe ich hier einen halbtägigen Surfkurs gebucht. Natürlich sah der Lehrer aus wie ein richtiger Surfer. Lange zottlige Haare, eine Surf Shorts und ein entspanntes Gemüt haben ihn ausgezeichnet. Außerdem hat er mir gesagt, dass er nur in der Woche in Byron Bay wohnt. Am Wochenende fährt er in sein Haus in einem nördlich liegenden Regenwald Gebiet. Insgesamt waren die Surfstunden hier sehr lehrreich. Dennoch würde ich den gleichen Kurs an diesem Ort nicht nochmal machen, da die Bedingungen optimal für fortgeschrittene Surfer sind, jedoch nicht für Beginner. Am Abend hat das Hostel eine Fahrt zu einem Open Mic Abend in einer lokalen Brauerei angeboten. Hier haben talentierte Backpacker ihr musikalisches Talent unter Beweis stellen können. Insgesamt hat mich Byron Bay ein bisschen an Queenstown in Neuseeland erinnert, da diese kleine Stadt aufgrund von dem Angebot zahlreicher Freizeit Aktivitäten auch total überbevölkert von Backpackern ist. Von Byron Bay aus habe ich einen Ausflug in das kleine Dörfchen Nimbin gemacht. Hier fand 1973 das Aquarius Festival statt. Einige Besucher sind hier ansässig geworden und leben immer noch nach den Werten und Normen des Festivals. Der Zeitgeist bleibt erhalten. Um es kurz zu machen lässt sich sagen, dass Nimbin die Drogen Hauptstadt Australiens ist. Witzig war bspw. als ein Mann auf einem LSD Trip mit einer Wasserpistole durch die Stadt lief, um Leute oder Autos abzuspritzen. Interessant war auch ein kreativer Drogendealer in einem Park. Dieser stand mit Frau und Kind im Kinderwagen in einem Park, um nicht verdächtig zu wirken.

Gold Coast

Die Goldcoast habe ich mit dem Greyhound Bus erreichen können. Für diesen habe ich nun ein Ticket die ganze Küste hoch gebucht. Übernachten konnte ich bei dem Typen den ich bereits in bereits in Port Macquarie beim Trampen kennen gelernt habe. Dieser hat mir netterweise gestattet auf der Couch in seinem Apartment zu schlafen. Aufgrund der Commonwealth Games (die kleinen olympischen Spiele) waren viele Unterkünfte ausgebucht oder total überteuert. Von den Spielen an sich habe ich mir eine Vorrunde vom Volleyball und etwas Triathlon angeguckt. Bei dem Volleyball ist es schon etwas merkwürdig Schottland gegen Kanada zu schauen. Das ist in etwa so wie Südafrika gegen Kenia beim Biathlon zu verfolgen. Ansonsten habe ich die Zeit für eine Bootsfahrt mit einem Amphibien Fahrzeug, Surfübungsstunden in Burleigh Heads und Entspannung am Strand genutzt. Die Stadt an sich wirkt durch ihre Wolkenkratzer relativ groß und hat ein riesen Angebot an Freizeitparks.

Brisbane

Es geht weiter nach Brisbane. In den drittgrößten Stadt des Landes hatte ich mir zunächst nicht viel vorgenommen. Viele Weggefährten, die bereits vor Ort waren, haben gesagt, dass die Stadt nicht so sehenswert wie Sydney oder Melbourne wäre. Etwas planlos bin ich also durch die Stadt marschiert. Gesehen habe ich z.B. das städtische Museum, in dem unter anderen die zahlreichen Überflutungen Brisbanes durch den Brisbane River gezeigt wurden, und den verhältnismäßig großen botanischen Garten. Außerdem konnte ich mich für eine kostenlose Touristen Hafenrundfahrt begeistern. Am nächsten Tag habe ich mich zwei Niederländern für eine Wanderung zum Mount Coot-tha angeschlossen. Unerwarteter Weise hat uns der Bus jedoch nicht nur zum Beginn zu der Wanderung, sondern auch direkt zu der Spitze des Berges bzw. Aussichtspunkts gebracht. So haben wir noch eine weitere kleine Wanderung von hier gemacht. Zurück in der Stadt ging es dann zur Southbank. Da Brisbane keinen Strand hat wurde hier eine künstliche Lagune erschaffen, in welcher man gut entspannen kann. Aufgrund der aktuellen Commonwealth Games spielten auch ab und an mal Bands. Insgesamt muss ich sagen, dass mich Sydney und Melbourne auch mehr begeistern konnten als Brisbane. Ein persönliches Highlight war der Besuch des Zoos von Steve Irwin am nächsten Tag. Neben der erstaunlichen Artenvielfalt des Zoos konnte mich vor allem die Krokodil Show gut unterhalten. In dieser wurde ein 4,5 m langes Salzwasser Krokodil gefüttert. Die Krokodile, die hier leben, wurden von Steve aus belebten Orten hierher umgesiedelt. Ansonsten wären die meisten wohl von ortsansässigen Farmen erschossen worden.

Noosa

Gemeinsam mit einem Engländer habe ich hier eine Wanderung zum Mount Coolum unternommen. Diese war in unter 2h zu schaffen. Somit hatten wir noch Zeit um uns in Noosa ein Boot zu mieten und entlang der Mangroven zu fahren. Aufgrund der geringen Geschwindigkeit brauchte man hierfür nicht mal einen Führerschein. Etwas weiter nördlich sind die Noosa Everglades. Dies ist neben den Everglades in Florida, das einzige Everglades System der Erde. Besonders an diesem Tag war auch einen größeren Typen zu treffen. Dieser war 2,10 m, wog 128 kg und spielte Rugby für die Sunshine Coast. Am nächsten Tag stand die 4h Wanderung entlang der Küste an. Ein Highlight dieser Tour sind die Fairy Pools. Dieses sind von Meerwasser gespeiste Pools aus Stein.

Rainbow Beach & Fraser Island

Von Rainbow Beach aus habe ich eine 3 tägige Tour auf die größte Sandinsel der Erde gemacht. Mit dem Anbieter Pippies hat man die Möglichkeit selbst in einem Allradauto über den Strand oder auf unebenen Sandstraßen quer durch die Insel zu fahren. Hierbei sitzt man mit bis zu 7 weiteren Personen in einem Auto. Ohne Allradautos würde man hier nicht weit kommen. Übernachtet wurde in Zelten in einem Camp. Neben vielen schönen Landschaften auf der Insel wie zum Beispiel den Champagne Pools, den Lakes McKenzie oder Wabby kann man teilweise auch Dingos am Strand entdecken. Diese sollten nicht unterschätzt werden, da auch schon Menschen angegriffen wurden. An einem Tag konnte man sich in einem Reifen einen Fluss entlang treiben lassen. Mein persönliches Highlight war der besonders klare Lake McKenzie.

Agnes Water – Town of 1770

Dieser Ort ist der letzte Ort in Richtung Norden an dem man das Meer betreten kann. Nördlicher kann man giftige Quallen, Krokodile oder Haie antreffen. Somit habe ich mich entschieden hier noch einmal zu surfen. Dieser Spot gilt auch als besonders günstig. So konnte ich für nur 17 AUD (ca. 10 €) 3h surfen. Die Bedingungen sind hier optimal für Beginner, da die Wellen flach sind und regelmäßig kommen. Insgesamt konnte ich hier bisher die meiste Zeit erfolgreich auf dem Board meistern. Am Abend habe ich später mit einer Gruppe von deutschen Backpackern noch den Paperbark forest walk gemacht. Dieser ist vor allem durch die speziellen Plattformen im Boden besonders attraktiv. Aktuell befinde ich mich in Airlie Beach und warte darauf meine Tour zu den Whitsundays machen zu können. Insgesamt will ich bis nach Cairns hoch reisen. Vielen Dank für das Lesen meines Blogs. Abonniert meinen Newsletter oder folgt mir auf Polarsteps um auf dem Laufenden zu bleiben. Schöne Grüße aus Australien.