Aussie Ostküste – Das große Finale

Airlie Beach – Whitsunday Islands

Es gibt wieder Neuigkeiten! In Airlie Beach gibt es bis auf eine schöne künstlich angelegte Lagune nicht viel zu sehen. Fast alle lokalen Touren sind auf die Whitsunday Islands ausgelegt. Diese sind eine Inselgruppe an der Ostküste Australiens. Im Gegensatz zu vielen anderen Touristen habe ich mich für eine Speedboot Tour entschieden, um die Inseln zu erkunden. Die Segelboot Touren sind meistens mehrtägig. Übernachten in einem kleinen engen Bett kam für mich hier einfach nicht in Frage. 😅Meine Tour führte mich jedenfalls zu zwei verschiedenen Schnorchel Spots und zu dem paradiesischen Whitehaven Beach. Hier ist der Sand so feinkörnig, dass er sich nicht einmal erhitzt. Auch die Fauna konnte mich hier beeindrucken. So habe ich neben Stachelrochen auch einen Sandhai im seichten flachen Gewässer seine Bahnen ziehen gesehen. Auf dem Weg zum Aussichtspunkt erzählte mir der Guide, dass er auch ab und an mal eine Python auf den Bäumen der Inseln entdeckt. Am Abend im Hostel war ich leider mit einem Iren auf dem Zimmer, der es geschafft hat mich in der Nacht zwei mal aufzuwecken. Einmal als er betrunken wieder kam und gegen mein Bett gelaufen ist und ein zweites Mal als er erstaunlicherweise um 5 Uhr aufstehen musste für seinen Fallschirmsprung.😂

Townsville – Magnetic Island

Anschließend ging es mit dem Greyhound Bus nach Townsville. Von hier aus konnte ich die Fähre nach Magnetic Island nehmen. Die küstennahe Insel ist besonders bekannt für seine Wallabies oder Koalas🐨. Auf der Insel bin ich im Base Hostel untergekommen. Dies gilt als eines der 10 schönsten Hostels der Welt. Einer der Gründe sind vermutlich die strandnah erbauten Bungalows. Am ersten Abend habe ich an einem Volleyball Turnier des Hostels teilgenommen. Für mich besonders interessant war, dass die Engländer dies noch nie gespielt haben und natürlich nicht die Regeln kannten. Am nächsten Tag habe ich mir mit einer Deutschen, einer Engländerin und einem Schweizer ein Auto gemietet, um die Insel zu erkunden. Auf einer unübersichtlichen Karte hat uns der Autovermieter Spots empfohlen, die sehenswert sein sollten. So haben wir eine schöne Bucht entdecken können, in der wir auch schnorcheln konnten. Teilweise findet man hier am Strand Netze im Wasser, um unbeschwert geschützt von den giftigen Quallen schwimmen zu können. Die Insel diente außerdem als erster Verteidigungspunkt zu Kriegszeiten. Auf einer Wanderung zu einem Fort konnten wir Koalas in den Bäumen entdecken. Bei Anbruch der Dämmerung konnten wir außerdem Rock Wallabies auf den Steinen an der Küste sehen. Diese hat füttert ein Rentner seit 18 Jahren jeden Tag. Aus diesem Grund kommen sie immer wieder zu der gleichen Stelle. Auf dem Rückweg zum Hostel wurden wir von der Polizei angehalten. Auf der Insel gibt es tatsächlich vier Polizisten. Die Deutsche, die mit war, hatte sich nicht angeschnallt. Das kostet 375 AUD bzw. 235 €. Am Abend mussten wir uns beeilen, um auf der anderen Seite der Insel den Sonnenuntergang sehen zu können. Leider waren wir dennoch etwas zu spät. Ein Einheimischer hat uns jedoch mitgeteilt, dass jeden Mittwoch um 20 Uhr ein Krötenrennen auf dem Gelände eines Hotels statt findet. Das Prinzip: Die 🐸 Kröten werden nach einander vorgestellt. Per Auktion kann man eine Kröte ersteigern. Diese gingen im Schnitt für 50 Dollar weg. Anschließend werden diese in die Mitte eines Kreises gebracht. Die Kröte, die zu erst den Kreis verlässt, gewinnt. Das Beste am Rennen war der Moderator. Dieser hat in einem richtigen Slang Englisch die Kröten vorgestellt.

Rund um Cairns

Von Townsville aus bin ich mit einem 19 jährigen Deutschen mitgefahren, den ich bereits aus Agnes Water vom Surfen kannte. Dieser hat einen Geländewagen mit einem Dachzelt für sein Auslandsjahr in Australien gekauft und will wie so viele andere deutsche Backpacker, die nach dem Abi nach Australien gegangen sind, Arzt werden. Insgesamt habe ich mittlerweile das Gefühl, dass Ärztemangel kein Thema mehr in der Zukunft sein wird. 😂 Gemeinsam haben wir jedenfalls die Paradise Pools, die Milla Milla Falls, die Josephine Falls und vieles mehr auf dem Weg nach Cairns besucht. Erstaunlicherweise konnte ich sehr gut im Dachzelt schlafen und war nicht 2tall2travel. Am nächsten Tag sollte es dann in den Norden von Cairns gehen. Ziel war das nördlich gelegene Cape Tribulation. Dies ist ein Kap im Nord-Osten des Landes. Auf dem Weg hierhin haben wir verschiedene Wanderungen durch den Regenwald gemacht. Außerdem konnten wir bei dem Schwimmen in einem Krokodil-freien Fluss die seltenen Cassowarys sehen. Dieses sind die drittgrößten Vögel der Erde. Es war eine Mutter mit ihrem Jungen. Nördlich von Cape Tribulation haben wir noch den Bloomfield Track genommen. Dieser gilt als einer der besten Tracks für Geländewagen in Australien. So mussten wir einen kleinen Fluss durchqueren und Steigungen von um die 30 % herauf fahren. Außerdem war zwischenzeitlich eine Fähre über den Daintree River notwendig. Auf dem Rückweg nach Cairns haben wir in Port Douglas gehalten für einen Stop bei einem Aussichtspunkt. Von hier aus hatte man einen perfekten Blick auf Regenwald und Strand. Hier auch mal eine Schlange, die sich auf dem Felsen gesonnt hat.

Cairns

Cairns an sich ist bekannt für seine Regenwald oder Great Barrier Reef Touren. Mit meinem Tauchschein, den ich vor zwei Jahren auf Zypern gemacht habe, musste ich natürlich am Great Barrier Reef tauchen. Leider werden die Tauchspots immer weniger, da das Great Barrier Reef größtenteils tot ist. Dennoch konnte ich an zwei Riffen tauchen. Da der Großteil der Leute ohne Tauchschein an Board waren, konnte ich alleine mit dem Tauch Lehrer tauchen gehen. Unterwasser konnte ich leider nichts spektakuläreres als einen Clown Fisch oder eine Moräne entdecken. Insgesamt waren es dennoch unvergessliche Tauchgänge. Am Abend wollte ich noch einmal die lokale Tierwelt von einer anderen Perspektive betrachten. Folglich habe ich in einem Restaurant Känguru, Krokodil und Wallaby probiert.😁 Am besten hat meiner Meinung nach das Krokodil geschmeckt. Da ich neue Herausforderungen liebe, bin ich am nächsten Tag zum Wakeboarden zu eunem kleineren See gefahren. Da man als Backpacker nicht immer dazu kommt Sport zu machen, war das allemal eine gelungene Abwechslung. Es war auf jeden Fall nicht einfach zum Stehen zu kommen. Vor allem in den Kurven den Halt zu bewahren verlangt einem Einiges ab. Am nächsten Tag bin ich mit zwei Schweden nach Kuranda gefahren. Dies gilt als kleines Hippiedorf mit einem vielfältigen Regenwald Markt. Hier haben wir außerdem eine Wanderung durch den Regenwald gemacht. Zum Mittag sind wir in einen deutschen Imbiss zum Essen einer guten Thüringer Bratwurst gegangen. Meinen letzten Tag in Cairns habe ich an der ähnlich wie in Airlie Beach künstlich angelegten Lagune verbracht. Am Flughafen in Cairns habe ich nun festgestellt, dass ich mittlerweile 20kg mit mir herum schleppe. Somit muss ich bald einmal ausmisten. Nun geht es für mich zur Westküste nach Perth. Hier wartet ein neues Abenteuer auf mich. Schöne Grüße aus Australien. Vergesst nicht euch für meinen Newsletter anzumelden, um auf dem Laufenden zu bleiben.